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Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Seine weithin gefeierten Konzerte und richtungsweisenden Interpretationen gemeinsam mit diesem Orchester erfahren international große Anerkennung. Umjubelte Gastspiele führen regelmäßig in zahlreiche Musikmetropolen sowie zu den großen Musikfestivals, darunter die BBC Proms, Musikfest Berlin, Lucerne Festival, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Grafenegg Festival, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York. Eine enge Beziehung pflegen Manfred Honeck und sein Orchester zum Wiener Musikverein. Nach einer einwöchigen Residenz im Jahr 2012 folgten im Frühjahr 2016 drei weitere Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee. Im Sommer 2017 führt eine weitere Tournee zu Europas bedeutendsten Musikfestivals.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird umfassend durch Einspielungen für die Labels Reference Recordings und Exton dokumentiert. Sämtliche der SACDs für Reference Recordings, darunter Tondichtungen von Richard Strauss, Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7 sowie Tschaikowskys 6. Symphonie erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen; die Einspielungen von Dvořáks Achter Symphonie und der von Manfred Honeck selbst konzipierten Symphonischen Suite aus Jenůfa von Janáček als auch Bruckners Symphonie Nr. 4 wurden für den Grammy nominiert. Mehrere gemeinsame CDs, darunter Mahlers Vierte Symphonie, die 2012 mit dem renommierten International Classical Music Award ausgezeichnet wurde, liegen beim japanischen Label Exton vor.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sammeln konnte. Seine Dirigentenlaufbahn begann Manfred Honeck als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesses Musicales Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 war er Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

Von 2007 bis 2011 wirkte Manfred Honeck als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, die Fledermaus von Johann Strauß, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Er ist darüber hinaus seit über zwanzig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Als Gastdirigent stand Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bamberger Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra und Philadelphia Orchestra. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival. Sein erfolgreiches Debüt am Pult der Berliner Philharmoniker führte zu einer gemeinsamen CD-Aufnahme mit Anne-Sophie Mutter (Werke von Dvořák) für die Deutsche Grammophon, die 2014 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurde. In der Saison 2016/2017 kehrt er wieder nach Berlin zurück und setzt aber auch seine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Orchestern in Bamberg, London, Wien, Stuttgart, Rom, Stockholm und Prag fort. Weitere Gastengagements führen ihn zum San Francisco Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Chicago Symphony, Israel Philharmonic Orchestra und Shanghai Symphony Orchestra.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er im Frühjahr 2016 mit dem Berufstitel Professor ausgezeichnet.